Alles was wir im Leben erschaffen, sollte seine Bedeutsamkeit zeigen!

Alexander von Wiedenbeck
Fotograf, Artdirector & Autor

„Alexander, die Welt dreht sich nicht um Dich!“ …

 

…diese, auf den ersten Blick harsche Feststellung einer sehr guten Freundin, war ihrerseits damals eigentlich eher schelmisch bedacht, hatte bei mir jedoch einen weitreichenden Gedanken ausgelöst. 

 

Es kann durchaus ein spannender Prozess sein, sich Gedanken zu machen über unser Dasein als einzelnes Individuum innerhalb der Menschheit als ganzes Kollektiv. Bei acht Milliarden Menschen (und solange wir uns nicht in der Truman Show befinden) dreht sich die Welt nämlich um niemanden. Ganz egal welcher ethnischen Herkunft, Kultur, Religion, Hautfarbe oder welchem Kontinent wir entspringen, die Erde dreht sich für uns alle in der gleichen Geschwindigkeit und unsere Lebenszeit unter der Sonne ist nicht einfach nur begrenzt – in Anbetracht der bereits vergangenen Zeit und der vielleicht noch bevorstehenden Zeit ist sie nur ein kleiner winziger Fleck im Universum – ein kurzes Aufblitzen eines Sternes. 

 

Dies soll nun aber keinesfalls bedeuten, dass unser aller Lebenszeit keinen Wert hätte – ganz im Gegenteil. Gerade aufgrund ihrer Kürze, ist die Lebenszeit eines jeden Einzelnen unheimlich exklusiv und wertvoll. Umso wichtiger ist es, das Beste aus der gegebenen Zeit, mit den gegebenen Mitteln, zu machen und vielleicht sogar in der Welt einen Beitrag zu leisten, bei welchem wir unsere Spuren hinterlassen. Steve Jobs hatte es einst in einer aussagekräftigen Metapher sehr treffend formuliert… „eine Delle ins Universum schlagen!“ Die Qualität dessen wer wir sind und was wir leisten, definiert sich dabei auch nicht durch unsere Worte. Es sind ausschließlich unsere Taten die zeigen wer wir wirklich sind. Bien sûr längst keine neue Erkenntnis, doch eine allzu oft vergessene.

 

 

„Das Werk jedes Künstlers ist autobiografisch.“
Helga Polzin in Women’s Stories

 

 

Doch was bedeutet das alles nun für mich selbst, für einen Fotografen, einen Teilzeit-Schreiberling und Artdirector? Ich bin kein Raketenwissenschaftler und das iPhone wurde bereits erfunden. Da ich nicht sonderlich gut singen kann, werde ich auch kein zweiter Luciano Pavarotti werden. Alles was mir daher bleibt, sind meine Aufmerksamkeit, meine Kamera, meine Ideen, Gedanken & Gefühle und das Wissen darum wie ich all das in Wort und Bild fassen kann. Für mich selbst darf ich daher festhalten, dass ich sehr wohl auch meinen persönlichen Beitrag in dieser Welt und zu meiner Lebenszeit leisten möchte. Dabei muss all jenes was ich erschaffe oder kreiere stets und in jedem Fall seine Bedeutsamkeit zum Ausdruck bringen- tut es das nicht, ist es bestenfalls etwas für Social Media und letztendlich nicht nachhaltig… ohne Nachklang!

 

Auch darf man sich keinesfalls zu sehr von äußeren Umständen beeinflussen lassen. Es macht einen Unterschied ob etwas aus unserem Innersten kommt, aus dem Herzen geschöpft ist, oder ob es einfach nur wiedergekäuter Nonsens ist. Die Stimmen da draußen können zuweilen sehr laut werden. Umso wichtiger ist es, sie auszublenden, damit sie unser eigenes Schaffen nicht zu sehr beeinflussen und unsere kreative Arbeit nicht „aus versehen“ unbewusst fremdbestimmt wird. Somit sei das Fazit erlaubt, dass ein jeder „kreativ Schaffender“, sich sehr wohl in einer eigenen kleinen Welt bewegt, eine Welt in der sich sehr vieles um einen selbst dreht. Nur so erreichen wir es, am Ende des Tages etwas „Neues“ und „Bedeutsames“ zu schaffen – etwas das noch lange zu sehen und zu hören sein wird.

 

Nun, was ich bislang in meiner persönlichen „kleinen Welt“ erschaffen habe, findet Ihr auf diesen Seiten – ungeschönt, unretuschiert, auf das Wesentliche reduziert – etwas Echtes.

 

In diesem Sinne, wünsche ich kurzweilige Unterhaltung

Euer Alexander von Wiedenbeck