Alexander von Wiedenbeck - Fashion and Reportage Photography

Man sagte mir es sei eine andere Welt, doch ich antwortete, nein, es ist dieselbe!

Alexander von Wiedenbeck, Philippinen 2015

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HOPE - BY ALEXANDER VON WIEDENBECK MENSCHEN - (EPISODE) FRAUENRECHTE

Die soziale Verantwortung der Fotografie

 

Im Laufe der Jahre durch all die unzähligen Fotoproduktionen mit großartigen Künstlern, Schauspielerinnen, Sängerinnen und Musikern von Hong Kong, über Paris bis nach New York und Los Angeles, hat die Welt mir viel Gutes gegeben. Ich durfte intensive Momente erleben, großartige Persönlichkeiten kennenlernen und die Entdeckung meiner selbst und meiner Leidenschaft für die echte Fotografie brachten mich auf spannende Wege zu magischen Orten und erlaubten es mir großartige und einmalige Erfahrungen zu machen.

 

Mit unheimlich großer Dankbarkeit für meinen bisherigen Lebensweg, wuchs allmählich der Gedanke in mir heran, der Welt nun etwas zurück zu geben, sich zu revanchieren – einen Beitrag zu leisten – nachhaltig und bedeutsam. Doch wie, wo und vor allem bei wem? Zehn deutsche & österreichische Hilfsorganisationen hatten wir daher angeschrieben und meine Unterstützung angeboten… viel mehr noch, eine Vision in den Raum gestellt, von einem Pionierprojekt der sozialen Verantwortung innerhalb der (Reportage-) Fotografie. Nach zahlreichen Gesprächen, Überlegungen und beim Vergleich der knallharten Fakten, fiel die Wahl dann auf die Aktionsgruppe Kinder in Not e.V. aus Windhagen mit ihren Projekten auf den Philippinen. Friedhofskinder, Müllkippenkinder, Zwangsprostitution von Kindern waren dabei die Begriffe, welche mich erstarren ließen und mich dazu bewegt hatten, hier zu beginnen. 

 

Im Jahr 2015 reiste ich dann gemeinsam mit der Hilfsorganisation auf die Philippinen, um dort die Friedhofs- und Müllkippenkinder zu besuchen, zu porträtieren und eine Reportage über deren Leben zu fotografieren. Im Anschluss entstand aus selbiger Strecke eine Wanderausstellung, bei welcher die vollständigen Gewinne aus der Veräußerung der Exponate und des Ausstellungskataloges in jene Projekte auf die Philippinen gespendet werden, wo auch tatsächlich die Aufnahmen entstanden sind. Es war mir wichtig dabei, dass die jene Kinder, die sich so bereitwillig von mir fotografieren ließen, auch dann tatsächlich davon profitieren.


Bis dato konnten bereits zahlreiche Hilfsprojekte aus diesen Erlösen realisiert werden, wie zum Beispiel der Bau mehrerer Brunnen für die Wasserversorgung, sowie der Bau eines kleinen Schul- & Gesundheitszentrums in welchem über 100 Kleinkinder unterrichtet werden. Im Jahr 2018/2019 konnte mit den Geldern eine Vorschule in Dumlog gerettet werden. Die Finanzierung der Schule mit knapp 200 Kindern stand auf der Kippe und ich hatte mich kurzerhand dazu entschlossen hier aktiv zu werden. Parallel zu all den großen Projekten, werden auch immer wieder Einzelschicksale gefördert, um den Menschen hierzulande aufzuzeigen, mit wie wenig finanziellen Einsatz man Großes bewirken kann. Insgesamt wurden bereits mehr als 50.000 Euro an reinen Spendengeldern durch HOPE – by Alexander von Wiedenbeck generiert.

 

Ebenfalls in 2015, unmittelbar nach der Reise auf die Philippinen, führten mich meine Wege zu einem weiteren, länderübergreifenden Projekt der internationalen Hilfsorganisation CARE, welche sich mit der Stärkung der Frauenrecht in Nepal, Uganda und Kenia beschäftigt. In dem Thema um die Frauenrechte, sah ich eine große Verbindung zu meinem ursprünglichen Genre, der Mode- & Portraitfotografie, bei welchem, selbst in der westlichen Welt, die Achtung und die Rechte der weiblichen Akteure nach wie vor umstritten sind. Es schien mir daher nur konsequent meinem eigenen Weltbild gegenüber, mich hier zu engagieren.

 

Die nun dort entstandenen Fotografien, fanden dabei Einzug in Publikationen zum Thema der Frauenrechte und werden bei zahlreichen Charity Ausstellungen der Hilfsorganisation gezeigt. Auch fanden bereits seit 2016 die Fotografien aus diesen Projekten Einzug in die europäische Ausgabe des jährlichen CARE Kalender, dessen Erlöse wieder zurück in die jeweiligen Hilfsprojekte fließen.

 

Durch das mittlerweile jahrelange Engagement mit meinen Reportagen für Hilfsorganisationen, erlangte ich wichtige Erkenntnisse über mein eigenes Weltbild, ebenso über die Menschheit als Ganzes, sowie den Menschen und mich selbst als einzelnes Individuum. Das Zentrum meiner Arbeit & meiner Leidenschaft der Fotografie, hat sich seither noch intensiver auf das Wesentliche beschränkt, auf das worauf es ankommt, das was uns alle (mich) antreibt – Menschen, Freiheit, Hoffnung, Liebe & Glück!