Das Erstlingswerk in der Mache

Es sind bereits einige Wochen vergangen, seit meiner Reise in die Stille & Leere des Wattenmeer an der Nordsee. Der Drang nach freiem kreativen Schaffen, der Impulsgeber der ganzen Unternehmung, war vorerst gestillt. Nun galt es, das „Geschaffene“ in Form zu bringen um letzten Endes etwas Nachhaltiges daraus zu schöpfen. Etwas das, sofern dessen Wertigkeit nicht nur ein Hirngespinst meinerseits ist, über Generationen erhalten bleiben kann… etwas wie ein Buch, ein Bildband mit einer dazugehörigen Erzählung der einstigen Beweggründe die mich mit meinen 12 Weggefährten auf diese Reise brachten.

Ein Buch zu produzieren, dabei sicherlich keine einfache Aufgabe, sofern man seinem Anspruch gerecht werden möchte und auch tatsächlich einen Bildband mit hoher Wertigkeit schaffen möchte. Wo fängt man an? Erstmal die passenden und nötigen Partner finden? Lithographie, Lektor, Verlag, Druckerei, Buchbinder?… oder doch erstmal die Bildauswahl, das Design oder die Erzählung? Bei der Herangehensweise führen sicherlich viele Wege zum Erfolg, mich jedoch, mich führten die Wege erstmal in das Hotel Wiesler nach Graz in Österreich. Für mich zweifelsohne ein Ort, welcher es mir erlaubte absolut zu 100% ich selbst zu sein, ohne fremde oder äußere Einflüsse. Nur ich selbst, ein Hotelzimmer, ein Restaurant, eine Hotelbar und eine Unmenge an handgeschriebenen Notizen, welche sich kaum noch entziffern liesen, sowie unzählige gedruckte Fotografien, welche es galt in Reih und Glied zu bringen… nicht nach System oder Regeln, vielmehr war die Bildauswahl jedes einzige Mal einem Bauchgefühl geschuldet. Wenn ich ganz ehrlich zu mir selbst bin, so war es von Anfang an ein einziges Bauchgefühl. Von der Idee selbst, die Reise in den Norden, die Wahl meiner Weggefährten, bis schlussendlich zur Wahl des „richtigen“ Papiers für das Buch, alles einzig und allein einem Gefühl geschuldet. Kann das der richtige Weg sein zu einem hochwertigen und nachhaltigen Werk – ein Bauchgefühl?

Vielleicht eine Frage, die es mir selbst unmöglich macht unvoreingenommen ein Urteil zu fällen. Die Antwort auf die Frage sei daher jedem einzelnen Betrachter & Leser selbst geschuldet!

Weiterführender Link:
Obsession for Freedem – Das Erstlingswerk von Alexander von Wiedenbeck